Suspiria – Then And Now

1977 erschien eines der „letzten Meisterwerke des klassischen Kinos“ (Willigens), ein Schlüsselwerk des „performativen Horrors“ (Stiglegger) – SUSPIRIA beschäftigt, trotz seines mittlerweile reifen Alters, immer mehr Zuschauer, wird immer wieder zelebriert, nun auch deutlich über die vormals festgefahrenen Genregrenzen hinaus. In unserem tiefroten Special bündeln wir alles, was wir Euch zum Thema „SUSPIRIA“, damals wie heute, anbieten können. Taucht zunächst intensiv in die Filme selbst mit ein, wenn unser Stefan mit Patrick Müller ausführlich über jeweils Dario Argentos Original und Luca Guadagninos Neuinterpretation aus dem Jahr 2018 diskutiert. Entscheidet für Euch selbst, mit welcher Variante Ihr vielleicht gar in das Titelthema einsteigen wollt, sollte es immer noch den Einen oder Anderen unter Euch geben, dem die Filme noch nicht in die Netzhaut gestochen wurden. Begleitet anschließend das Team von Deep Red Radio mit Kollegen und Gästen, wie wir anlässlich des Events A NIGHT IN BLOOD RED (Februar 2020) beide SUSPIRIAs in einem feierlichen Rahmen neu und ausgeschmückt erleben durften. Spitzt dann noch einmal ganz scharf die Lauscher, wenn wir zuletzt Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger zum Interview treffen konnten und er über seine persönlichen und beruflichen Berührungspunkte mit beiden Filmen berichtet. Wir glauben, ein hörbar besseres Infopaket rund um SUSPIRIA findet Ihr nicht – jedenfalls nicht im deutschsprachigen Raum. Dafür bürgen wir mit unserem Namen!

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Once Upon A Time In Hollywood – Heimkino VÖ

Story: Los Angeles, 1969, zu einer Zeit, als alles im Umbruch ist. Auch TV-Star Rick Dalton und sein langjähriges Stunt-Double Cliff Booth müssen sich in einer Branche zurechtfinden, die sie kaum mehr wiedererkennen. Der neunte Film von Kultregisseur und Drehbuchautor Quentin Tarantino wartet mit einer großen Ensemble-Besetzung und zahlreichen Erzählsträngen auf und huldigt den letzten Momenten von Hollywoods goldenem Zeitalter.

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A Night in Blood Red

Claudio Simonetti’s Goblin vertonen Dario Argento’s Suspiria LIVE

Eines ist unbestritten: Die cineastische Bedeutung von Dario Argentos Horrorfilm “Suspiria” von 1977 für das europäische Kino ist übergroß. Für die Entwicklung und Einordnung des Genres Horror haben nur wenige andere Filme einen so entscheidenden Beitrag geleistet und stehen in einer Reihe mit dem von Argento verehrten Sir Alfred Hitchcocks “Psycho” oder den New-Hollywood-Klassikern “Rosemary’s Baby” und “The Exorzist”.

Diese Maßstabsfilme haben alle etwas gemein: Die überbordende ästhetische Verbindung von Musik, Architektur, Farbgestaltung und Dramaturgie.

Argentos Faible für moderne und klassische Architektur, der durch Mario Bava geprägte barocke Farbenwahnsinn und die integrale Verbindung mit der Musuík der italienischen Prog-Rocker “Goblin” heben die märchenhafte und träumerische Handlung von “Suspiria” zu einer spirituellen Erfahrung. Unter Horrorfilmfans auf der ganzen Welt wird dieser Reigen aus Geheimnis, Bewegung, Schock und Psychedelica verehrt. Ein unsterblicher Film, der immer wieder neu entdeckt wird.

2018 erlebte auch das Original durch Luca Guadagninos “Suspiria” – eine Reinterpretation des Themas, welche die Handlung in das Berlin des Deutschen Herbst verlegt, erneut eine Renaissance.


Bandphoto: Copyright by Goblin (links) | Artwork: Copyright by Cristiano Siqueira (rechts)

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