Interview mit Josef Hader

Von Vielen behauptet man, sie seien eine (lebende) Legende. Bei Josef Hader könnte es aber stimmen und dennoch wäre es nur eine Floskel. Das kümmert uns aber einen Schas, denn unbestritten ist er ein begnadeter Kabarettist, Drehbuch und Bühnenautor, Schauspieler, Sympath und neuerlich auch Regisseur. Am 27. Oktober 2018 war er mit seinem Evergreen-Programm „Hader spielt Hader“ in Dresden zu Gast und Deep Red Radio war gesegnet nach der Veranstaltung eine Audienz aushalten zu dürfen. Frisch und Interessiert nähere sich der große Hader dem Interviewer Benedikt und ließ sich auf ein vielseitiges Gespräch ein über seine unterschiedlich gewählten Kunstformen, Senf, Bier, Christoph Schlingensief, Halle (Saale), David Schalko und die niemals erscheinenden Autobiografie. Aber das ist nur ein Bruchteil von dem was in den kanpp 30 Minuten zu erleben ist. Ein Knecht und das Genie im Austausch: Genießt Josef Hader bei Deep Red Radio.

Hinweis: Radeberger Pilsner ist kein Bier!
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Und Äktschn!

Story: Finanzblase und Umschuldungsprogramme, die mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar sind, findet man nicht nur in der Hochfinanz. In der kleinen Gemeinde Neufurth beobachtet einer den anderen ganz genau, sozialer Neid bestimmt das Leben und letztlich steht allen finanziell das Wasser bis zum Hals.

Hans A. Pospiech, leidenschaftlicher Amateurfilmer und letzter Kinosaurier, hält sich nur über Wasser, indem er Weltkriegs-Memorabilien aus dem Nachlass seines Vaters verscherbelt. Sein größter Konkurrent um den Rang des Filmexperten im örtlichen Amateurfilmclub ist dessen Direktor Nagy, erfolgloser Immobilienmakler mit missgünstigem Charakter. Dieser baut seinen Expertenruf darauf auf, die Großen des Films gekannt zu haben – in Wahrheit ist er ihnen aber nur als Bratwurst-Verkäufer auf dem Bavaria-Studiogelände begegnet. Treffpunkt des täglichen Provinz-Hahnenkampfs ist die Schankwirtschaft von Grete Neuriedl, die mit lauter klammen Kunden auch keinen Blumentopf gewinnen kann. Das mitspielende Publikum besteht aus ebensolchen Pleitegeiern: Pospiechs Neffe Alfons, der Musikgeschäfts-Besitzer Fleischbauer und Hobbyhistoriker Brunnhuber.

Die Posse beginnt, als Bankdirektor Faltermeier ein äußerst kreatives Finanzmanöver ersinnt, das seine Bilanzen wieder auf Vordermann bringen soll: Kulturförderung heißt der Trick. Er schreibt einen Filmwettbewerb aus, wobei der Sieger für ihn schon feststeht… der mit dem größten Schuldenberg. Doch das weiß keiner. Pospiech sieht seine Chance, Filmgeschichte zu schreiben und denkt groß: ein Kassenschlager soll sein Film werden! Und während allein das Thema seines Vorhabens im Ort für Furore sorgt, entwickeln sich die Dreharbeiten zu einem Desaster, das alle ins Verderben zieht…

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