Story: England in den 20er-Jahren: Den Vampirfürsten Graf Dracula zieht es nach London, wo er seinen Blutdurst in einem schier unermesslichen Reservoir stillen will. Doch die gefährliche Überfahrt per Schiff endet vorzeitig: Der Segler „Demeter“ mit Dracula an Bord läuft nahe der Stadt Whitby an der Nordostküste auf Grund und versinkt in den Fluten. Dracula kann sich an Land retten und wird von der kränklichen jungen Mina Van Helsing gefunden. Mina bringt den Grafen zum Haus ihrer Freundin Lucy Seward. Beim gemeinsamen Abendessen zeigt sich Lucy äußerst angetan von dem charmanten und eloquenten Adligen – was ihr Verlobter Jonathan Harker naturgemäß gar nicht gerne sieht. Schon in dieser Nacht schlägt der Vampirfürst zu: Während Jonathan und Lucy sich zu einem Rendezvous treffen, dringt Dracula in Minas Zimmer ein, um ihr Blut zu trinken. Als Lucy ihre Freundin am nächsten Morgen findet, muss sie hilflos mit ansehen, wie Mina stirbt. Lucys Vater, der Arzt Dr. Seward, steht vor einem Rätsel. Er zieht Minas Vater Professor Van Helsing zu Rate, und ihre Untersuchungen lassen einen ungeheuerlichen Verdacht aufkeimen: Wurde Mina das Opfer eines blutrünstigen Vampirs? Der grausige Verdacht bestätigt sich bei der Exhumierung von Minas Leiche. Ihr Sarg ist leer, und aus dem Grab führt ein Tunnel zu einer nahe gelegenen Mine. Hier trifft Van Helsing auf seine Tochter, die inzwischen zum Vampir geworden ist. Während es zwischen den Männern und Mina zum Kampf auf Leben und Tod kommt, verfällt Lucy Seward immer mehr dem Charme des untoten Dracula und folgt seiner Einladung in sein neues Heim, die ehemalige Abtei von Carfax. Hier will der Graf die junge Frau mit einem Biss zu seiner neuen Braut machen. Weiterlesen
Kategorie: Kritik
A Most Wanted Man ✍
Der Superlativ im Filmtitel „A most wanted man“ weist schon darauf hin, dass hier der Maßstab verloren gegangen ist. Wie im sinngemäß formulierten „Enemy of the state“ (Staatsfeind Nr.1, 1998) mit Will Smith geraten nicht die möglichen Täter außer Kontrolle, deren tatsächliche Schuld noch gar nicht erwiesen ist, sondern ein Justiz-Apparat, der angesichts hochgezüchteter Überwachungstechnik, gegeneinander ermittelnden Abteilungen und Kompetenz-Wirrwarr so sehr den Überblick verliert, dass er, aus Angst etwas falsch zu machen, zunehmend panisch reagiert. In Tony Scotts Film „Staatsfeind Nr.1“ bedurfte es noch eines verbrecherischen Geheimdienstmanns als Auslöser, in Anton Corbijns „A most wanted man“ – nach einem Roman von John le Carré – genügt die generelle Furcht vor einem erneuten Terror-Akt seit dem 11.September 2001.


