Terry Gilliam-Cyberpunk-Trilogie: Brazil, 12 Monkeys, The Zero Theorem

Storys: 3 Filme – ein Feature von Julia Bierau

Brazil: Sam Lowry ist ein kleiner Beamter in einem totalitären Staat. Anstatt einen Regime-Gegner aufzuspüren, hängt er jedoch lieber seinen phantastischen Tagträumen nach, in denen er als einsamer Held gegen Ungeheuer kämpft. Eines Tages sorgt ein zerquetschter Käfer auf der Fahndungsliste dafür, dass ein Unschuldiger von den Sicherheitskräften liquidiert wird. Als Sam den Irrtum entdeckt, beginnt er, seine Träume auszuleben und gerät ebenfalls auf die Abschussliste…

12 Monkeys: Das Jahr 2035. In den verlassenen Städten haben die Tiere die Herrschaft übernommen. Die Erdoberfläche ist entvölkert, nachdem eine Virenkatastrophe im Jahre 1996 nahezu die gesamte Menschheit dahingerafft hat. Die wenigen Überlebenden vegetieren in einem klaustrophobischen Unterweltsystem dahin. Die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben besteht darin, einen selbstmörderischen Boten durch die Zeit zurückschicken, auf dass dieser den Ursprung der Apokalypse lokalisieren möge. Der Schwerkriminelle James Cole ist einer der Auserwählten.

The Zero Theorem: Das Computergenie Qohen Leth sucht in einer dystopischen Zukunft nach dem „Zero Theorem“, einer mathematischen Formel, welche die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten soll. Zu seiner großen Verärgerung wird er dabei immer wieder massiv gestört. Doch trotz aller Steine, die man ihm in den Weg legt, lässt er sich nicht von seinem Ziel abbringen und geht – unbeirrt von realen und virtuellen Versuchungen – seinen Weg bis zum überraschenden Ende.

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The Zero Theorem

Story: Qohen Leth, ein exzentrisches Computergenie, wohnt in einer verfallenen Kirche, die er nur wiederwillig verlässt, um zur Arbeit zu gehen. Er verabscheut die bunte, laute Welt um ihn herum, die für ihn jeglichen Sinn entbehrt – zumal „wir sterben“, wie Qohen, der von sich nur in der ersten Person Plural spricht, bei jeder Gelegenheit betont. Dank der Vermittlung seines Chefs und einzigen Freundes Joby erhält er schließlich die Erlaubnis von „Management“, seinem Arbeitgeber, sich zu Hause an die Entschlüsselung des „Zero Theorems“ zu machen: die mathematische Formel, die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens geben soll. Zur Belohnung soll Qohen den lang ersehnten Anruf erhalten, von dem er sich die Antwort auf all seine Fragen erwartet. Wie ein Wahnsinniger versucht er die Formel zu knacken, verlässt seine Wohnung überhaupt nicht mehr und sucht sein Seelenheil bei der virtuellen Psychoanalytikerin Dr. Shrink-Rom. Doch anstatt ihn zu unterstützen, scheinen „Management“ und seine Helfershelfer ihn eher daran zu hindern, die Gleichung zu lösen. Ständig werden ihm neue, völlig unerfüllbare Abgabetermine gesetzt, „Managements“ Sohn, der geniale Hacker Bob, zieht bei ihm ein, und das Internet-Callgirl Bainsley entführt ihn in virtuelle Traumwelten. Obwohl Qohen dies zunächst als unangenehme Störfaktoren empfindet, die ihn davon abhalten, das große Rätsel der Welt zu entschlüsseln, scheint er gerade durch die Interaktion mit den anderen seine Menschlichkeit zu entdecken. Er beginnt zu kommunizieren. Weiterlesen