Suspiria – Then And Now

1977 erschien eines der „letzten Meisterwerke des klassischen Kinos“ (Willigens), ein Schlüsselwerk des „performativen Horrors“ (Stiglegger) – SUSPIRIA beschäftigt, trotz seines mittlerweile reifen Alters, immer mehr Zuschauer, wird immer wieder zelebriert, nun auch deutlich über die vormals festgefahrenen Genregrenzen hinaus. In unserem tiefroten Special bündeln wir alles, was wir Euch zum Thema „SUSPIRIA“, damals wie heute, anbieten können. Taucht zunächst intensiv in die Filme selbst mit ein, wenn unser Stefan mit Patrick Müller ausführlich über jeweils Dario Argentos Original und Luca Guadagninos Neuinterpretation aus dem Jahr 2018 diskutiert. Entscheidet für Euch selbst, mit welcher Variante Ihr vielleicht gar in das Titelthema einsteigen wollt, sollte es immer noch den Einen oder Anderen unter Euch geben, dem die Filme noch nicht in die Netzhaut gestochen wurden. Begleitet anschließend das Team von Deep Red Radio mit Kollegen und Gästen, wie wir anlässlich des Events A NIGHT IN BLOOD RED (Februar 2020) beide SUSPIRIAs in einem feierlichen Rahmen neu und ausgeschmückt erleben durften. Spitzt dann noch einmal ganz scharf die Lauscher, wenn wir zuletzt Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger zum Interview treffen konnten und er über seine persönlichen und beruflichen Berührungspunkte mit beiden Filmen berichtet. Wir glauben, ein hörbar besseres Infopaket rund um SUSPIRIA findet Ihr nicht – jedenfalls nicht im deutschsprachigen Raum. Dafür bürgen wir mit unserem Namen!

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Suspiria 2018

Story: Die junge und hoffnungsvolle amerikanische Tänzerin Susie Bannion zieht nach Deutschland, um dort beim renommierten Markos Tanzensemble in Berlin eine Ausbildung zu absolvieren. Nachdem sie das Vortanzen bestanden hat, freundet sie sich dort mit Sara an und macht unter der Aufsicht der künstlerischen Leiterin Madame Blanc, die als eine Revolutionärin gilt, schnell erstaunliche Fortschritte. Doch in der Tanzschule gehen seltsame Dinge vor sich: Kurz vor Susies Ankunft verschwand etwa sogar die Tänzerin Patricia unter ungeklärten Umständen und Dr. Jozef Klemperer, der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, kommt bald einem dunklen Geheimnis auf die Spur: Hinter der Fassade der Tanzschule verbergen sich grausame Hexen…

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Neuer Deutscher Genrefilm – Im Gespräch mit Huan Vu

Der deutsche Genrefilm – Was soll das eigentlich sein? Fragt man im Bekannten- & Freundeskreis herum, wird man schnell ein müdes Lächeln ernten oder gar eine Mine zu Gesicht bekommen, als hätte der Gegenüber in eine Zitrone gebissen. Langweilig, Unkreativ, keine Identität oder ein Alleinstellungsmerkmal, meist nur Blödelstoffe und Weltkriegs-/Einheit-Allerlei, einfach gesagt der deutsche Genrefilm ist in den Köpfen der Republik Nicht-existent.

Und ja, es ist viel Wahres dran, aber wenn man etwas genauer hinschaut, fällt einem schnell auf das das so nicht ganz stimmt und schlichtweg etwas zu kurz gegriffen wäre.

Gerade in den letzten 5 Jahren brodelt es an der Oberfläche und Filme wie “Ich seh, Ich seh“, “Victoria“, “WhoAmI” oder “Das finstere Tal” zeigen das es anders geht und die Kreativwirtschaft noch nicht völlig den Kampf aufgegeben hat. –Anmerk: In unserer Übersicht zu den “Teutonen-Wochen” findet ihr alle genannten Werk zum Nachhören.

Ein weiteres Beispiel, wäre noch das alljährliche Gegenstück zur Berlinale, die “Genrenale”. Die erfolgreich von Paul Andexel und Krystof Zlatnik ins Leben gerufen wurde und in der die junge Genre-affine Szene eine Präsentationsfläche geboten bekommt.

Und zu guter Letzt steht da vor allem die Plattform “Neuer Deutscher Genrefilm” von Huan Vu (Die Farbe, The Dreamlands) im Fokus, die versucht mit Aufklärung und Bündelung aller Kräfte, dem verstaubten und halbtoten Genre wieder auf die Beine zu helfen.

Deshalb hat Tobe es sich nicht nehmen lassen, Huan Vu mit einigen Fragen zu löchern. Dabei wird die Problematik der Filmförderung angesprochen, die Entscheidungen der Film-Schaffenden auf den Prüfstand gestellt und der deutschen Filmgeschichte auf den Grund gegangen. Das ganze wird dann in ausschweifende 70 Minuten gepackt, in denen wir ein ums andere Mal vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Also wie immer.
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