Ein Richter für Berlin

Story: Ostberlin 1978. Helmut Thiele und Sigrid Radke wollen dem Staat der Arbeiter und Bauern den Rücken kehren. Helmut hat zwei Söhne auf der anderen Seite der Mauer; Sigrid ist mit Hans Schuster liiert, einem Westberliner, dem sein Job freien Zugang zum Osten gestattet. Hans ist es denn auch, der die Flucht organisiert. Er beschafft Pässe für die Erwachsenen und Sigrids Tochter Marina, wird aber im polnischen Gdansk, wo die Übergabe stattfinden sollte, verhaftet. Die Zurückgebliebenen besteigen ein polnisches Flugzeug, und Helmut trifft eine dramatische Entscheidung: Er zwingt die Maschine zur Landung in Berlin-Tempelhof, wo die Flüchtlinge von der amerikanischen Besatzungsbehörde in Empfang genommen werden.

Die menschliche Komponente der Entführung interessiert die US-Administration weniger als die Frage nach der Luftsicherheit. Der Fall soll vor einem Besatzungsgericht verhandelt werden, und wegen der Brisanz der Angelegenheit wird eigens ein Richter aus den USA geholt – der 42-jährige Herbert J. Stern, dessen jüdische Familie dem Holocaust zum Opfer gefallen ist. Stern hat klare politische Direktiven, ist aber entschlossen, sich an die Verfassung zu halten. Während seine Frau Marsha aus ihrer Abneigung gegen die Deutschen keinen Hehl macht, beginnt Stern, sich in die Motive der Angeklagten einzufühlen. Der erste Teil des Prozesses läuft günstig für die Flüchtlinge: Der brillante Verteidiger Bernard Hellring erreicht einen Freispruch für Sigrid. Aber dann steht Helmuts komplizierterer Fall zur Verhandlung an. Sein Schicksal hängt von der Aussage eines jungen Mannes ab, der an Bord der entführten Maschine war und die Gelegenheit ergriffen hat, sich mit seiner Familie in den Westen abzusetzen.

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Die Suche

Story: 1999: Der Zweite Tschetschenienkrieg wütet mit gnadenloser Brutalität unter der Zivilbevölkerung. Der 9-jährige Hadji kann in letzter Sekunde vor einem Trupp russischer Soldaten fliehen. Seine Eltern haben weniger Glück. Hadji sieht zu, wie sie erniedrigt und schließlich auf offener Straße erschossen werden.

Der kleine Junge wandert ziellos umher, bis er von Carole aufgegriffen wird. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen gelingt es der UN-Mitarbeiterin mehr über Hadjis familiären Hintergrund herauszufinden. Offenbar hat er eine ältere Schwester. Mit Hilfe von Helen, einer Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, versucht Carole die junge Frau aufzuspüren.

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