Poltergeist ✍

Holterdipolter durch die Medienlandschaft

Remakes sind ja so eine Sache, sie stehen gerne unter Verdacht, bereits Gesehenes neu aufzukochen, ohne dem Ganzen einen neuen Twist oder eine eigene Note zu geben – besonders wenn sie so nah am Plot des ursprünglichen Films bleiben wie in der aktuellen Version von POLTERGEIST. Und wahrlich: Gebraucht hätte es dieses Remake sicher nicht, aber es wartet mit einigen schlauen Einfällen auf, die zwar weder Stoff noch Genre neu erfinden, sicherlich aber kurzweilige Gruselunterhaltung und ein mediales Update von Tobe Hoopers Film aus dem Jahr 1982 bieten.

Drehbuchautor David Lindsay-Abaire hält sich nicht lange damit auf, einen Spannungsbogen aufzubauen, sondern schöpft bereits im ersten Drittel, was die Schockeffekte anbelangt, aus dem Vollen. Dass Familie Bowens neues Heim auf einem ehemaligen Friedhof steht, wird lediglich in einem Nebensatz erwähnt, ist kein dramaturgischer Effekt mehr, sondern objektive Erklärung für die aus dem Totenreich zurückgekehrten Geister, die nun dieses Haus heimsuchen und die kleine Tochter Madison in eine Zwischenwelt mitnehmen.
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Der Babadook

Story: Nach dem tragischen Tod ihres Mannes führt die junge Krankenschwester Amelia ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Sohn Samuel. Eines Abends liest sie ihm ein Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ vor und Samuel glaubt darin das Monster aus seinen Träumen zu erkennen. Anfangs denkt Amelia, die Furcht des Jungen sei unbegründet. Doch die Gutenachtgeschichte entfaltet bald ihren verstörenden Sog und Amelia wird selbst zunehmend mit unheimlichen Phänomenen konfrontiert. Mit dem „Babadook“ sickert eine unheilvolle Bedrohung schleichend in das Leben der beiden. Denn wenn er erst einmal da ist, lässt er sich nicht mehr vertreiben. So steht es geschrieben. Weiterlesen