Neuer Deutscher Genrefilm – Im Gespräch mit Huan Vu

Der deutsche Genrefilm – Was soll das eigentlich sein? Fragt man im Bekannten- & Freundeskreis herum, wird man schnell ein müdes Lächeln ernten oder gar eine Mine zu Gesicht bekommen, als hätte der Gegenüber in eine Zitrone gebissen. Langweilig, Unkreativ, keine Identität oder ein Alleinstellungsmerkmal, meist nur Blödelstoffe und Weltkriegs-/Einheit-Allerlei, einfach gesagt der deutsche Genrefilm ist in den Köpfen der Republik Nicht-existent.

Und ja, es ist viel Wahres dran, aber wenn man etwas genauer hinschaut, fällt einem schnell auf das das so nicht ganz stimmt und schlichtweg etwas zu kurz gegriffen wäre.

Gerade in den letzten 5 Jahren brodelt es an der Oberfläche und Filme wie “Ich seh, Ich seh“, “Victoria“, “WhoAmI” oder “Das finstere Tal” zeigen das es anders geht und die Kreativwirtschaft noch nicht völlig den Kampf aufgegeben hat. –Anmerk: In unserer Übersicht zu den “Teutonen-Wochen” findet ihr alle genannten Werk zum Nachhören.

Ein weiteres Beispiel, wäre noch das alljährliche Gegenstück zur Berlinale, die “Genrenale”. Die erfolgreich von Paul Andexel und Krystof Zlatnik ins Leben gerufen wurde und in der die junge Genre-affine Szene eine Präsentationsfläche geboten bekommt.

Und zu guter Letzt steht da vor allem die Plattform “Neuer Deutscher Genrefilm” von Huan Vu (Die Farbe, The Dreamlands) im Fokus, die versucht mit Aufklärung und Bündelung aller Kräfte, dem verstaubten und halbtoten Genre wieder auf die Beine zu helfen.

Deshalb hat Tobe es sich nicht nehmen lassen, Huan Vu mit einigen Fragen zu löchern. Dabei wird die Problematik der Filmförderung angesprochen, die Entscheidungen der Film-Schaffenden auf den Prüfstand gestellt und der deutschen Filmgeschichte auf den Grund gegangen. Das ganze wird dann in ausschweifende 70 Minuten gepackt, in denen wir ein ums andere Mal vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Also wie immer.
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Lost Place

Story: Die ausgedehnten Gebiete des Pfälzer Waldes sind durchzogen von sogenannten “Lost Places”: verlassenen, ehemals geheimen Bunkeranlagen, unterirdischen Lagerhallen und riesigen Funktürmen. 1982, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, begann das amerikanische Militär in dieser abgelegenen Region, elektromagnetische Wellen in nie gekannter Stärke zu testen. Schon bald kam es in der Umgebung zu 28 Todesfällen. Die Versuche wurden abgebrochen und die Anlage stillgelegt. Bis heute…

Der 18-jährigte Daniel hat die gleichaltrige Elli in einem Internetchat kennengelernt. Sie begeistern sich für das gleiche Hobby: Geocaching. Eine Schnitzeljagd, bei der man mit Hilfe eines GPS Gerätes kleine Rätsel lösen und Koordinaten finden muss, die den Weg zu einem “Schatz” weisen. Zur ersten gemeinsamen Suche bringt Daniel seinen prolligen Kumpel Thomas mit, und Elli ihre Smartphone-fixierte Freundin Jessica.

Ihre Schatzsuche führt die Vier tief in den scheinbar endlosen Pfälzer Wald, vorbei an Relikten eines ehemaligen militärischen Sperrgebiets bis zu einem verlassenen und verfallenen Campingplatz. Dem schüchternen Daniel gelingt es dabei, Ellis Interesse zu wecken, während Jessica Gefallen an Thomas findet. Doch ihr idyllischer Herbstausflug findet ein abruptes Ende, als Jessica bewusstlos wird und sich seltsame Symptome zeigen. Auch der Campingplatz ist nicht so verlassen wie er zu Anfang schien: Ein Fremder in einem Schutzanzug taucht plötzlich auf. Seinen Warnungen vor einer unsichtbaren Gefahr in diesem Teil der Wälder wollen die Jugendlichen zunächst keinen Glauben schenken. Doch als Jessica verschwindet, eskaliert die Situation. Steckt der zwielichtige Mann dahinter? Oder gibt es noch eine weitaus größere Bedrohung? Entgegen der Warnungen machen sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihrer Freundin und stoßen in den Tiefen des Waldes auf eine geheime ehemalige Militäranlage, aus deren Mitte sich ein gewaltiger Funkturm erhebt. Pulsierend im roten Licht scheint von ihm eine dunkle Macht auszugehen, die das Leben aller in Gefahr bringt.

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Der Tatortreiniger Staffel 1 und 2

Story: Für immer sauber! Heiko Schotte, genannt “Schotty” räumt als Tatortreiniger das auf, was andere lieber nicht wegputzen wollen. Er ist staatlich geprüfte Reinigungsfachkraft und angestellt bei der Hamburger Gebäudereinigungsfirma Lausen. Wenn die Poizei ihre Ermittlungsarbeit abgeschlossen hat, fährt er mit seinem weißen Pick-Up vor und beseitigt mit Chemikalien, Schrubber und Putzlappen bewaffnet die letzten Reste des Lebens. Denn seine Arbeit fängt ja nun mal dan, wo sich andere vor Entsetzten übergeben. Bei seinen Einsätzen trifft er auf Hinterbliebende und so wird manchmal mehr gesprochen als geputzt. weiterlesen