Die Akte Bin Laden ✍

Seit 22.08.2014 auf DVD im Handel erhältlich.

Aktuell findet sich die Diskussion zum Thema Islamismus und Fundamentalismus in Religionen im Mittelpunkt vieler Berichterstattungen der Medien. Die Anhänger und Kämpfer des Islamischen Staats, welche bedenklicher Weise erfolgreich im Nahen Osten an Land gewinnen, charakterisieren sich für die westliche Welt als kriminelles Bündnis. Mit einer ausgeklügelten Propagandamaschinerie vergrößern sie ihre Armee und rekrutieren auch deutsche, zumeist junge Menschen. Der Dialog ist schwierig und für unerfahrene Gesprächsteilnehmer bleibt kaum ein bedeutsames Wort zu sagen. Natürlich kann man Recht von Unrecht unterscheiden, aber aus jeder Perspektive kommen Argumente, die das Handeln der Salafisten oder des IS rechtfertigen oder verurteilen. Ich für meinen Teil verurteile jedes Aufzwingen einer Lebensweise durch Gewalt und Unterdrückung. Als Mitglied einer abendländischen Religion könnte man mir nun aber auch wieder vorwerfen, das die katholische Kirche dies ebenfalls getan hat und dabei auch nicht zimperlich war. Die Kreuzzüge gehen jetzt nicht mehr von West nach Ost sondern umgekehrt. Dieser Fakt ist aber gehaltlos, denn schlimme Fehler sollten unter keinen Umständen wiederholt werden!
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A Most Wanted Man ✍

Der Superlativ im Filmtitel „A most wanted man“ weist schon darauf hin, dass hier der Maßstab verloren gegangen ist. Wie im sinngemäß formulierten „Enemy of the state“ (Staatsfeind Nr.1, 1998) mit Will Smith geraten nicht die möglichen Täter außer Kontrolle, deren tatsächliche Schuld noch gar nicht erwiesen ist, sondern ein Justiz-Apparat, der angesichts hochgezüchteter Überwachungstechnik, gegeneinander ermittelnden Abteilungen und Kompetenz-Wirrwarr so sehr den Überblick verliert, dass er, aus Angst etwas falsch zu machen, zunehmend panisch reagiert. In Tony Scotts Film „Staatsfeind Nr.1“ bedurfte es noch eines verbrecherischen Geheimdienstmanns als Auslöser, in Anton Corbijns „A most wanted man“ – nach einem Roman von John le Carré – genügt die generelle Furcht vor einem erneuten Terror-Akt seit dem 11.September 2001.

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